Das sollten Sie Ihren Arzt fragen

 

 

Im medizinischen Bereich ist die Aufklärung der Patienten oftmals nicht optimal. Insbesondere in Zahnarztpraxen erfahren Patienten meist nur wenig von der bevorstehenden Behandlung, die sie häufig nicht nur viel Geld, sondern manchmal auch die Gesundheit kostet. Daher sollten Patienten, gerade wenn eine größere Operation ansteht, immer mehrere Arztmeinungen einholen und sich nicht auf nur eine Diagnose verlassen. Es empfiehlt sich außerdem, an den Arzt bzw. die Klinik mit folgenden Fragen heranzutreten und darum zu bitten, für den Laien verständliche Antworten zu geben:

  • Wie lauten der Befund und die exakte Diagnose?
  • Weshalb wird zu der vorgeschlagenen Behandlung bzw. Operation geraten?
  • Welche Risiken gehen mit der Behandlung bzw. Operation einher? (Darlegung sämtlicher Risiken unter Berücksichtigung aller relevanten, medizinischen Faktoren vor, während und nach dem Eingriff)
  • Wie oft wurde diese Behandlung / Operation allgemein bereits durchgeführt?
  • Wie oft traten leichte, mittlere und schwere Komplikationen bei den in der Arztpraxis durchgeführten Behandlungen auf?
  • Auf welche wissenschaftliche Basis werden der Nutzen und die Notwendigkeit der Behandlung gegründet?
  • Gibt es Langzeiterfahrungen (> 10 Jahre) zu dieser Methode?
  • Welche Sicherheit ist vorhanden, dass das Ergebnis der Behandlung den medizinischen, gesundheitlichen und ästhetischen Ansprüchen entspricht und das vom Arzt in Aussicht gestellte Ergebnis eintritt?
  • Welche Alternativen bestehen zu der geplanten Behandlung?

Dieser Fragenkatalog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er soll zum Nachdenken anregen und für ein gesundes Misstrauen plädieren. Nur ein informierter Patient kann sich aktiv am Behandlungsprozess beteiligen, in eigener Verantwortung Entscheidungen treffen und so Mitverantwortung übernehmen!